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Das Turiner Grabtuch
Alle Details im Überblick
„Reliquien sind ‘Überbleibsel‘, etwas im irdischen Sinne Bleibendes, das uns im Glauben verbindet mit jemandem, der in Gott verwurzelt ist – einem Heiligen.“
Reliquie – Ikone – Fälschung?
Seit Jahrhunderten gibt das Turiner Grabtuch der Wissenschaft Rätsel auf. Es handelt sich um ein 4,36 Meter langes und 1,10 Meter breites Leinentuch, das ein Ganzkörper-Bildnis der Vorder- und Rückseite eines Menschen zeigt. Verschiedene Forschergruppen hatten 1988 die vermeintliche Reliquie auf die Zeit zwischen 1260 und 1390 datiert; andere Wissenschaftler widersprachen und datieren das Tuch auf die Zeit Jesu. Von der Kirche gibt es bislang keine Aussage zur Echtheit des Grabtuchs, es wird jedoch als Ikone eingestuft und steht damit über einem Kunstobjekt. (cbr)
Quelle: https://www.katholisch.de/artikel/33974 , 22.01.2024
Beim Brand der Grabtuchkapelle am 12. April 1997 wurde das Tuch durch einen Feuerwehrmann unversehrt gerettet, der in letzter Minute das schützende Panzerglas zertrümmerte. Seit 1998 wird es in einer Seitenkapelle des Doms in einem mit Argon befüllten Spezialcontainer aufbewahrt, um es vor Umwelteinflüssen besser zu schützen.
Gezeigt wird das Grabtuch nur zu besonderen Anlässen, geplant ist die nächste Ausstellung für das Heilige Jahr 2025.
Quelle: https://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Grabtuch, 22.01.2024